Umwelt
Aufbruch in das Solarzeitalter
Die Sonne strahlt jedes Jahr über 300.000.000.000.000 Kilowattstunden (kWh) Energie auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland - rund das 100fache des bundesweiten Primärenergiebedarfs. Die Sonne ist ein riesiger Fusionsreaktor, der rund 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, uns täglich kostenlose Energie im Überfluss liefert. Dies gilt nicht nur in sonnenverwöhnten südlichen Ländern der Erde, sondern auch im "kühlen Norden". In Deutschland liegt die jährliche mittlere Sonneneinstrahlung bei rund 1000 kWh pro m2 - ein Dreipersonen-Haushalt verbraucht durchschnittlich etwa 3000 kWh pro Jahr. Bereits heute ist mit der Photovoltaik eine zuverlässige und bewährte Technologie vorhanden, Sonnenstrahlen zur Stromerzeugung zu nutzen.
Photovoltaik braucht keinen Brennstoff, erzeugt keine Abwärme und keine Abgase und ist fast völlig wartungsfrei, da keine beweglichen Teile benötigt werden. Bei der Herstellung von Photovoltaikmodulen verwenden viele Hersteller bereits die erzeugte Energie aus dem firmeneigenen Solarpark. So erfolgt bereits die Herstellung sehr umweltfreundlich.
Um den Strombedarf Deutschlands vollständig durch Solarenergie zu decken, sind 3260 km2 PV-Module (Wirkungsgrad 15 Prozent) notwendig. Allein an Dachflächen stehen mehr als 2800 km2 zur Verfügung - rund ein Viertel davon wäre sofort technisch nutzbar. Tausende Südfassaden werden jährlich gebaut, ohne die Sonne als natürliche Energiequelle zu nutzen. Solarenergie ist überall ausreichend vorhanden - es wird Zeit, diese unerschöpfliche Energiequelle für die Menschheit zu erschließen.
Regenerative Energiequellen
Stellen Sie sich einen Zug mit sechs Millionen Waggons vor - voll beladen mit Steinkohle. Diese Energiemenge "verheizen" wir pro Jahr in Deutschland zur Strom- und Wärmeerzeugung.
Sechs Millionen Waggons, dieser Zug ist 75.000 km lang - er reicht fast zweimal um den Äquator.
Mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien koppeln wir Waggon für Waggon ab und kommen so der Lösung des Kohlendioxidproblems ein Stück näher.
Regenerative oder erneuerbare Energien (alternative Energien) sind Energieträger und -quellen, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählen: Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Windenergie sowie Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie.
Energiesparmaßnahmen, intelligente Stromerzeugung und Anwendung, ergänzt durch Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse sind lebensnotwendig geworden.
Jeder Beitrag zählt! Jeder, der die Chance hat CO2-ärmere Energieträger einzusetzen, sollte diese nutzen. Gesetzliche Rahmenbedingungen und ihr Energieversorger helfen Ihnen dabei.
